Was ist das Passiv?
Im Deutschen kannst du Sätze im Aktiv oder im Passiv bilden. Im Aktiv ist die handelnde Person wichtig. Im Passiv steht die Handlung im Mittelpunkt.
Passiv ist nützlich, wenn die Person unbekannt ist, wenn die Person unwichtig ist oder wenn du formell und neutral schreiben möchtest.
Im Deutschen gibt es zwei Arten: das Vorgangspassiv und das Zustandspassiv.
Passiv begegnest du vor allem in Nachrichten, offiziellen Texten und Anleitungen.
Vorgangspassiv: die laufende Handlung
Das Vorgangspassiv beschreibt eine Handlung als Prozess. Es wird mit werden + Partizip II gebildet.
werden (konjugiert) + Partizip II
In verschiedenen Zeiten
Das Vorgangspassiv gibt es in allen Zeitformen. Am häufigsten begegnest du Präsens, Präteritum und dem Perfekt.
Mit von + Dativ
Wenn du die handelnde Person trotzdem nennen möchtest, benutzt du von + Dativ.
Zustandspassiv: das Ergebnis
Das Zustandspassiv beschreibt kein Geschehen, sondern das Ergebnis einer Handlung. Es wird mit sein + Partizip II gebildet.
sein (konjugiert) + Partizip II
Merkhilfe: Vorgang → werden. Zustand → sein. „Die Tür wird geschlossen." (jetzt passiert es) → „Die Tür ist geschlossen." (jetzt ist sie zu)
Aktiv → Passiv umformen
Beim Umformen wird das Akkusativobjekt des Aktivsatzes zum Subjekt des Passivsatzes.
Ist die handelnde Person unwichtig oder unbekannt, lässt du sie einfach weg.
Übungen
Teste dein Wissen zum Passiv mit drei Übungsteilen.
Vorgangspassiv oder Zustandspassiv?
Um welche Art von Passiv handelt es sich?
Aktiv oder Passiv?
Ist der Satz im Aktiv oder im Passiv?
Aktiv ins Passiv umformen
Schreib den Aktivsatz im Vorgangspassiv (Präsens, ohne „von"). Das Akkusativobjekt wird zum Subjekt.