Was sind reflexive Verben?
Reflexive Verben haben ein Reflexivpronomen, das dem Verb angehängt wird und sich meist auf das Subjekt bezieht. Dabei unterscheidet man zwischen echten und unechten reflexiven Verben (siehe weiter unten).
Bei beiden gilt:
- Das Pronomen steht nach dem konjugierten Verb und dem Subjekt.
- Steht das reflexive Verb im Nebensatz, steht das Pronomen direkt hinter dem Subjekt.
Das Perfekt reflexiver Verben wird immer mit haben gebildet: Ich habe mich gewaschen.
Reflexivpronomen: Akkusativ und Dativ
Bei den meisten reflexiven Verben steht das Reflexivpronomen im Akkusativ. Den Dativ benutzt du nur, wenn es im Satz noch ein anderes Akkusativobjekt gibt.
Akkusativ: kein weiteres Objekt
Wenn kein weiteres Objekt im Satz steht, nimmst du die Akkusativform.
Dativ: mit direktem Objekt
Wenn im Satz ein direktes Objekt steht, z.B. welchen Körperteil du wäschst oder was du für dich kaufst, wechselt das Reflexivpronomen in den Dativ.
Echte und unechte reflexive Verben
Echte reflexive Verben
Bei echten reflexiven Verben gehört das Reflexivpronomen fest zum Verb. Ohne sich ist der Satz falsch oder hat eine ganz andere Bedeutung.
Typische echte reflexive Verben: sich beeilen, sich schämen, sich erkälten, sich entschuldigen, sich bedanken, sich verlieben, sich konzentrieren, sich irren.
Lerne echte reflexive Verben immer mit sich: sich beeilen, sich bedanken. So vergisst du das Pronomen nicht.
Unechte reflexive Verben
Bei unechten reflexiven Verben ist das Reflexivpronomen nur eine Möglichkeit. Das Verb funktioniert auch mit einem anderen Objekt.
Typische unechte reflexive Verben: sich waschen, sich anziehen, sich treffen, sich verletzen, sich kämmen.
Übungen
Teste dein Wissen zu reflexiven Verben mit drei Übungsteilen.
Reflexivpronomen einsetzen (Akkusativ)
Welches Reflexivpronomen fehlt?
Akkusativ oder Dativ?
Welchen Fall hat das Reflexivpronomen?
Echt oder unecht reflexiv?
Zu welcher Gruppe gehört das Verb?