Wann benutzt du das Präteritum?
Das Präteritum drückt die Vergangenheit aus. In der gesprochenen Sprache benutzt du es selten. Es gehört hauptsächlich in Bücher, Texte, Nachrichten oder formelle Reden.
Es gibt nur eine Handvoll Verben, die auch im Gespräch fast immer im Präteritum stehen: sein, haben, alle Modalverben und einige weitere wie denken, kommen, stehen, liegen, heißen, finden, fallen. Alle anderen nimmst du im Alltag lieber im Perfekt.
Im Gespräch klingt das Präteritum schnell schriftlich oder steif. Wenn du unsicher bist: Nimm das Perfekt, außer bei sein, haben und den Modalverben.
Regelmäßige Verben
Bei regelmäßigen Verben hängst du -t an den Verbstamm und dann die Personenendung:
Verbstamm + -t + Personenendung
Endet der Stamm auf -t oder -d, kommt noch ein -e- dazwischen: arbeiten → arbeitete, reden → redete.
Unregelmäßige Verben
Bei unregelmäßigen Verben ändert sich der Verbstamm. Die 1. und 3. Person Singular sind immer gleich und haben keine Endung.
Weitere unregelmäßige Formen wie denken → dachte, liegen → lag, geben → gab findest du in der Liste der unregelmäßigen Verben.
Modalverben im Präteritum
Modalverben benutzt du auch im Gespräch fast immer im Präteritum. Das klingt natürlich und ist nicht steif.
sein und haben im Präteritum
Diese Formen kommen überall vor. Du brauchst sie sowohl im Text als auch im Gespräch.
Übungen
Drei Lückentexte: Modalverben, sein und haben, unregelmäßige Verben.
Modalverben im Präteritum
Ergänze das Modalverb im Präteritum. Das Verb steht in Klammern.
sein und haben im Präteritum
Ergänze die richtige Präteritum-Form.
Unregelmäßige Verben im Präteritum
Setze die richtige Präteritum-Form ein.
Regelmäßige Verben im Präteritum
Setze die richtige Präteritum-Form ein. Achte bei Stämmen auf -t und -d auf das zusätzliche -e-.